Hochzeit 1 die Erste
In diesem Sommer gehts bei uns was das Heiraten angeht ganz hoch her. In den Sommermonaten steht in jedem Monat eine an. Und die erste haben wir jetzt “hinter uns gebracht”. Es sollte eine rein standesamtliche ohne darauffolgende kirchliche Trauung werden, weshalb das Brautpaar die gesamten Gäste per Einladung für 12:00 Uhr zum Standesamt geladen hatte. Da wir mehr als 200 km Weg vor uns hatten und vor der Zeremonie noch unser Pensionszimmer beziehen wollten, hieß es schon um 6:00 Uhr aufstehen, damit auch alles rechtzeitig zu schaffen wäre. Kam mir in diesem Augenblick verdammt früh vor…
Lief dann auch alles recht glatt, bis auf einen kleinen Stau und das immer schlechter werdende Wetter klappte alles wie geplant: Pensionszimmer ok, Klamotten saßen, Standesamt schnell gefunden, kleiner Plausch mit den übrigen schon vor dem Amt Schloss versammelten Gästen (ungefähr 50 an der Zahl, manche genauso weit angereist wie wir), alles gut. Mir war aber bei unserer Ankunft aufgefallen, dass an der Tür zum Trausaal ein Zettel angebracht war “Maximal zulässige Personenzahl 25 Personen”. Hab dann auch nett wie ich bin, Bruder und Ehemann auf diese Tatsache hingewiesen, aber wies so ist, die Männer wolltens besser wissen. Wäre doch Quatsch, könnten garantiert auch alle mit, dann würde eben zusammengerückt…
Als der Zeitpunkt der Trauung dann näher rückte und sich alles in Richtung dieser ominösen Tür bewegte (völlig unsortiert wohlgemerkt, Familie, Freunde, entfernt Interessierte, alles durcheinander) sahen wir auch eine Art “Bodyguard” (nehme mal ein ein Bediensteter der Stadt) neben der Tür stehen. Kurz bevor wir ihn passierten, hörte ich nur ein “ein paar noch, aber dann ist Schluss”, wir gingen weiter, waren gerade durch die Tür, da schloss sich diese auch schon hinter uns und der Rest der Gesellschaft wurde im mittlerweile einsetzenden Regen stehengelassen.
Oben im Trauzimmer angekommen waren dann auch die wenigen vorhandenen Stühle schon besetzt, man muss allerdings sagen, Stehplätze wären noch etliche vorhanden gewesen, aber der “Bodyguard” hatte ja alles abgeriegelt, befand sich aber im Inneren des Gebäudes, konnte also von den Außenstehenden nicht angesprochen werden. Wies der Zufall wollte, fehlte jetzt auch tatsächlich die Patentante der Braut auf der Trauung und konnte dies noch nicht einmal kundtun. Sicher hätten viele der Anwesenden (so auch wir) gerne den Platz zu ihren Gunsten freigegeben, aber niemand von uns wusste, dass der Raum so schnell verschlossen werden würde.
Die Trauung allerdings war dann wiederum sehr schön und ich muss auch ehrlich zugeben, dass ich auch froh war einen Platz ergattert zu haben und nicht im kalten Regen stehen zu müssen. Neben den üblichen amtlichen Formlichkeiten und der Bürokratie durften natürlich auch das Ringe austauschen und der filmreife Kuss nicht fehlen. Den Höhepunkt der Trauung bildete wohl das per Gitarre und Gesang vorgetragene Schandmaul-Stück “Willst du” des Trauzeugen für das Brautpaar. Einfach schön…
Da es sich bei dem Bräutigam um einen hauptberuflichen Feuerwehrmann handelt, hatten sich die Kameraden schon während der Trauung vor dem Standesamt mit Leiterwagen und luftgefüllten Feuerwehrschläuchen postiert, um das Brautpaar zu empfangen. Die beiden mussten dann durch das durch die Schläuche entstandene Spalier bis hin zur Drehleiter des Leiterwagens gehen, in den Korb einsteigen und wurden zum Beginn ihrer Ehe in diesem Korb einmal über den Platz “gedreht”. (Die Leiter war aus Rücksicht auf die Braut jedoch nicht ganz ausgefahren). Danach gabs noch das obligatorische Gläschen Sekt zum Anstoßen auf das Junge Glück, und dann gings für uns erstmal wieder gen Heimat (bzw. Verwandschaft, wir konnte ja nicht all die km wieder zurückfahren), bevor dann die endgültige Feier abends ab 18:00 Uhr starten sollte.
Aber davon werde ich in den nächsten Tagen dann wohl mal berichten, da ich noch ein kleines bißchen Schlaf nachzuholen habe, der mich auch ein bißchen beim Schreiben blockiert. Aber es kommt auf jeden Fall noch was.
am 14. Juni 2009 um 20:42 Uhr.
[...] seinen Tag/ Abend verderben lässt. Zu unserer Freunde sollten wir dann auch noch einmal den hier erwähnten Den Höhepunkt der Trauung bildete wohl das per Gitarre und Gesang vorgetragene [...]