Bea in Mailand
Oh Mann, bin immer noch müde. Samstag war ich mit Christian und Stefan nach Mailand.
Freitag 23:30h: Endlich bin ich müde genug, um einschlafen zu können. Normalerweise ist es kein Problem für mich, auch schonmal um halb zehn mit nem Buch in der Hand einzuschlafen. Aber heute, wo ich weiß, dass die Nacht ganz schnell wieder zuende sein wird, da dauerts ein Weilchen, bis mir die Augen zufallen.
Samstag 03.00h: Und es ist soweit, der Wecker klingelt und das wars gewesen mit Schlaf für diese Nacht! Müssen noch ein paar Sachen einpacken, Kaffee solls auch noch in Ruhe geben und um 04:00 Uhr sollen wir bei Stefan vor der Tür stehen, um zum Hahn zu fahren.
Fahrt zum Hahn verlief reibungslos, alles hat gut geklappt, recht schnell nen Parkplatz gefunden, alle hatten ihre Ausweise dabei, Dank Online-Check-In (an dem heutigen Tag sogar ohne Aufpreis) und lediglich ein Handgepäckstück pro Person ging auch die “Abfertigung” ganz schnell. Um 06:40h saßen wir entspannt im Flugzeug, ich mit meinen kurzen Beinen hatte auch auf jeden Fall genug Platz nach vorne und es konnte losgehen.
Nach ner knappen Stunde sind wir dann auch schon wieder gelandet und meine Ohren waren dankbar, dass so ne Landung nicht noch länger dauert. Ich dachte, gleich sind sie mir geplatzt. Vom Flieger aus dann direkt in nen Bus, da wir von dem Flughafen in Bergamo erstmal bis nach Mailand gebracht werden mussten. Auch das war aber in ner knappen Stunde gehalten und wir waren in Mailand.
Samstag 8:45h: Es konnte losgehen! Wir hatten schon alle drei besonders bequemes Schuhwerk angezogen, denn wenn man nur einen Tag Zeit hat, um eine Stadt ein bißchen kennenzulernen, dann muss man alles ein bißchen schneller erkunden, und am meisten zu sehen kriegt man nun mal ,wenn man zufuß unterwegs ist. Unseren ersten Zwischenstop legten wir in der Galerie Vittorio Emanuele II ein.
Schon beeindruckend, ein Salon voll mit Luxusgeschäften und Restaurants. Sogar der Cappuccino bei McDonalds war mit mehr Liebe gemacht als sonst und hatte ein kleines Schokomuster auf dem Milchschaum. Auch sonst hatte man das Gefühl, jeder würde versuchen an Exklusivität und Luxus seine Mitmenschen auszustechen. Nicht ganz meine Welt, aber zum Gucken auf jeden Fall interessant.
Gleich beim Verlassen der Galerie landet man natürlich an Mailands berühmtesten Wahrzeichen, dem Mailänder Dom. Wunderschön, strahlendweiß und wirklich riesig.
Von innen war ich nicht ganz so begeistert muss ich sagen. Alles war recht dunkel und man durfte zu vielen Stellen gar nicht hin. Glücklicherweise hatte ich aber bei 33°C Außentemperatur eine Bluse eingepackt, denn sonst hätte ich mit meinem Spaghettiträgerteil ganz vor der Tür bleiben dürfen…
Auch die Mailänder Scala und das Denkmal von Leonardo da Vinci durften auf unserer Tor natürlich nicht fehlen.
Bei den vorherrschenden Temperaturen an diesem Wochenende muss ich aber sagen, mein Höhepunkt der Reise war der Brunnen vor dem Castello Sforzesco.
Man konnte wunderbar die schon seit Stunden geschundenen und überhitzten Füße abkühlen. Sicher eine halbe Stunde haben wir dort gesessen und pausiert. Ich dachte allerdings, es wäre auch ganz lustig, mich unter eine dieser Fontänen zu knien. Ging leider schief, es hat gerade so gereicht, um die Hose ein kleines bißchen mit ins Wasser zu tauchen. Aber wie gesagt, super Wetter, die war auch schnell wieder trocken.
Natürlich haben wir an diesem Tag auch noch ganz viele andere Sachen gesehen und auch fotografiert, aber ich möchte meine Leser ja auch nicht zu sehr überstrapazieren.
Um 20:00 Uhr sind wir dann mit dem Bus wieder zurück zum Flughafen gefahren und dachten, um 22:30 Uhr gehts wieder zurück in Richtung Heimat. Aber schon auf unserem Weg zum Flughafen fing es mehr als nur ein bißchen an zu regnen. Und Sturm hatten wir auch. Die Auswirkungen hiervon waren dann auch am Flughafen zu spüren. Der Flughafen war vor den Gates dermaßen überfüllt (keine Ahnung, warum man die Leute überhaupt bis hierhin vorgelassen hat), dass man sich vorkam wie im Auffanglager. Grund hierfür war das für alle Flugzeuge wegen des Unwetters geltende Landeverbot. Als ich auf der Anzeigetafel gesehen habe, dass der Flug mit der meisten Verspätung schon um 15:00 Uhr losfliegen sollte, da wurde mir schon ganz anders. Aber glücklicherweise kam dann ca. eine Stunde nach unserer eigentlichen Flugzeit der Aufruf an Bord zu gehen, und somit kamen wir dann auch um kurz nach 01:00 Uhr wieder am Hahn an und konnten die letzten Kilometer zurücklegen.
Sonntag 2:15h: Nach 23 Stunden auf den Beinen und ca. 20 km Stadterkundung per pedes sind wir hundemüde ins Bett gefallen!





am 10. Juli 2009 um 19:23 Uhr.
[...] Am Samstag waren Bea, Stefan und ich auf einem Kurztrip mit nach Mailand, den ausführlichen Reisebericht mit Fotos gibts bei Bea. [...]