Der zweite Tag

Der zweite Tag brach an, und überraschenderweise hatte die Nacht wirklich dazu ausgereicht, die total ermüdeten Beine und meinen Rücken wieder in Schwung zu bringen, nur leider war meine Erkältung mehr geworden. Nach einem guten Frühstück mit superleckerem Kaffee konnten wir unseren City-Trip also fortsetzen.
Dieser Tag sollte allerdings -schließlich bin ich auch nur ne Frau- zum großen Teil im Zeichen des Shopping stehen. Ich hatte mir im Vorfeld nichts großartiges vorgenommen, außer meine Magnetsammlung um ein weiteres Teil zu erweitern. In meinem ersten Urlaub im Osten von Deutschland hab ich mir einen schönen Magneten mit grünem Ost-Ampelmännchen gekauft, und der sollte jetzt endlich seinen roten Kameraden dazubekommen. Da die Touristenläden die Dinger eigentlich alle führten, war der Magnet auch recht schnell gefunden. Was dann an so nem Shopping-Tag natürlich auch nicht fehlen darf, ist ein Besuch im KaDeWe. Hier allerdings sind wir mehr oder weniger nur durchgeschlendert, haben das ein oder andre imense Preisschild bestaunt und sind dann irgendwann wieder rausgegangen. Große Kaufhäuser sind eh schon nix für mich, und wenn ich dann auch noch feststelle, dass ich mir da so gut wie nix leisten kann, nee nee, das is nix…
Unsre erste Pause (denn wir sind ja heute schon wieder Kilometer um Kilometer gepilgert) haben wir dann im Hardrock Cafe eingelegt. Hatten irgendwie ne Bedienung die Lautstärke, Sprechgeschwindigkeit und Anzahl der Wörter nach zu urteilen wahrscheinlich unter Drogen stand, haben dann ein Bier getrunken und uns danach beide ein T-Shirt gegönnt. Wobei man ja sagen muss, qualitativ hatte ich da ja für den Preis mehr erwartet. Ich hab ein Shirt aus Amsterdam, das hat echt ne Superqualität, richtig dicker Stoff, aber das was ich da jetzt in Berlin gekauft hab, da kann man fast durchgucken. Naja, aber ich wollts halt unbedingt haben.
Und damit nicht genug des “wenigstens einmal sollte mans gesehen haben”. Nachmittags haben wir unsren Kaffee dann auch noch im Starbucks getrunken, und hier kann ich sagen, da is mir jeder 0815 Kaffee der gut gekocht ist, genauso lieb. Die Tassengröße war mir schon fast zu gigantisch (ok ok, ich weiß, ich hätte mir ja auch nen Kleinen bestellen können, schließlich steht der Inhalt ja daneben), aber ich dachte mir, wenn ich schonmal hier bin… Naja, der Kaffee war ok, aber ich werde sicher nicht dafür demonstrieren müssen, dass Trier jetzt ganz schnell auch ein Starbucks kriegt. Nach einigen weiteren Läden haben wir uns dann irgendwann wieder Richtung Hotel gemacht, weil wir erstmal ausruhen wollten, bevors zur Nahrungsaufnahme ging.
Also erstmal eine kleine Erholungspause und dann auf nach Prenzlauer Berg. Hier sind wir dann auf der Suche nach ansprechendem Essbaren erstmal ein bißchen rumgeschlendert und haben uns vom Pulsieren des Stadtteils ein bißchen berieseln lassen. Jede Menge unterschiedliche Leute, jede Menge Läden die auch abend um halb zehn noch geöffnet hatten, ziemlich viel spielte sich auf der Straße ab. Schon ganz am Anfang waren wir bei nem Inder vorbeigekommen, bei dem es ganz fantastisch nach leckerem Essen roch, und als wir dann nach ner Stunde nichts gefunden hatten, was uns mehr ansprach, da sind wir dann wieder zu dem Inder zurück. Und was soll ich sagen… wir wurden nicht enttäuscht. Auch dieser Abend ging nicht allzu lange, nach dem Essen noch ein bißchen weitergelaufen, nen Caipi gegönnt und irgendwann auch wieder Richtung Hotel zurück um in den nächsten tiefen und verdienten Schlaf zu fallen…