Vier

Tag vier brach an, der Tag, der unser letzter in Berlin sein sollte. Morgens hieß es also direkt nach dem Frühstück schon Koffer packen, auch wenn wir noch den ganzen Tag bleiben wollten, schließlich wollten nach uns noch Gäste ins Zimmer.

Für heute hatten wir uns einen Besuch im Wachsfigurenkabinett bei Madame Tussauds vorgenommen. Das Wetter war wieder besser, der Stadtplan wies uns den Weg, naja, und Schatz dachte er wüsste wos langgeht ;-) Als dann selbst ich mit meiner minderwertigen Orientierung feststellen konnte, dass die Stelle an der wir uns befanden definitiv nicht annähernd mit der Stelle auf dem Stadtplan übereinstimmte und wir wohl schon irgendwie zu weit gelaufen waren, da nahmen wir dann doch nochmal den Stadtplan zur Hand. Gott sei Dank erfolgte die Korrektur früh genug, wir mussten nicht wirklich weit zurücklaufen. Also nachdem ich im letzten Artikel so sehr über das Haus am Checkpoint Charlie hergezogen habe, kann ich hier nur sagen, der Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Man bekommt viel zu sehen, erfährt auch etwas über die Herstellung der Figuren, kann sich auch selbst (also zumindest seine eigene Hand) in Gips gießen lassen, Fotos machen ist nicht nur erlaubt, sondern auch gern gesehen, es laufen sogar Jungs und Mädels rum, die ganze Gruppen fotografieren (die Bilder gibts dann gegen Bezahlung am Eingang) und man kann jede Menge Dinge probieren. Die komplette Ausstellung ist nach Themengebieten gegliedert und schön aufbereitet, und selbst den großen Verkaufsraum am Ende der Ausstellung, in den das ganze automatisch mündet, habe ich nicht als störend empfunden. Also in dieser Ausstellung kann man auf jeden Fall ein paar schöne Stunden verbringen. Die Fotos, die dort entstanden sind, spare ich mir einfach, denn sie unterscheiden sich nicht wirklich von denen, die auf der Homepage zu sehen sind. Naja, zumindest die, auf denen nur die bekannten Persönlichkeiten abgebildet sind.
Nach diesem eindrucksvollen Erlebnis haben wir den Tag noch schön gemütlich auslaufen lassen. Wir sind nicht mehr ganz soviel gelaufen, sind noch durchs Nikolaiviertel geschlendert, haben uns den Fernsehturm mal aus der Nähe angesehen (von weitem haben wir ihn ja quasi ständig gesehen und sicher ungefähr auf 20 Fotos festgehalten), haben häufiger mal Pause gemacht und es bedauert, dass der Urlaub schon vorbei sein sollte.
Aber alles in allem finde ich jetzt so im Nachhinein betrachtet einen Aufenthalt von vier Tagen genau richtig, wenn man noch nie vorher in Berlin war und sich von allem ein bißchen was ansehen möchte. Denn nach diesen vier Tagen hatte ich Rücken und Füße so dermaßen weh, dass ich keinen fünften Tag mehr mit Sightseeing hätte verbringen können. Von vielem, was wir gesehen und erlebt haben, habe ich hier jetzt auch nichts erzählt, aber ich kann versichern, es waren (trotz Erkältung) vier wunderschöne Tage, in denen es viel zu lachen gab und ich bin sicher, in dieser Stadt sind wir nicht zum letzten Mal gewesen.
Aber für dieses Mal gings dann irgendwann zuende, wir sind mit der U-Bahn wieder Richtung Flughafen gefahren, und schon kurze Zeit später hatte Trier uns wieder!

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