Teneriffa

Und da sind wir wieder… Weg von den nahezu 30°C, Frühstücksbuffet und Buffet beim Abendessen, Draußensitzen bei Cocktails bis in den späten Abend, und und und… Aber mir fällt auf, dass es wesentlich einfacher ist, einen Beitrag zu schreiben, wenn man nicht so viel erlebt hat, als wenn man weiß, jetzt müssen drei Tage voller Action und Trubel in einen kleinen Text gepackt werden. Aber ich wills versuchen und hoffe, dass ich nicht zu sehr ausschweife und Euch mit unseren Fotos erfreuen kann.

Morgens um 10 gings los, letzte Vorbereitungen zuhause, Koffer ins Auto und ab auf den Hahn. Hier dann in Ruhe einchecken und auf den Flieger warten, alle in dicken Jacken und bei kühlen 7°C. Der Flug verlief auch wirklich super, keine Verspätung, keine Turbulenzen, weiche Landung, alles bestens. Und als wir dann aus dem Flieger ausstiegen, erwartete und strahlender Sonnenschein und T-Shirtwetter

Dann stand noch eine Stunde Autofahrt an, bis wir beim Hotel Playacanaria in Puerto de la Cruz im Norden von Teneriffa angekommen waren. Dann gings erstmal recht zügig zum Abendessen, große Auswahl am Buffet an landestypischen und internationalen Speisen, die alle recht gut schmeckten, wenn sie für meinen Geschmack auch ein wenig zu lasch gewürzt waren. Den ersten Abend haben wir recht ruhig ausklingen gelassen, da unseren aktiven Musikern am nächsten Tag ja ihr wichtiger Auftritt bevorstehen sollte. Nur den ein oder anderen Cocktail an der Hotelbar sollte es noch geben. Dies gestaltete sich jedoch ein bißchen schwieriger als gedacht. Die Bar hatte zwar noch geöffnet, am Alkohol mangelte es ebenfalls nicht, die Barkeeperin Maria hatte allerdings wohl nicht mit soviel Andrang an diesem Abend gerechnet. Sie ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen, machte jeden Cocktail einzeln (dafür aber mit sehr viel Hingabe) und so kam es, dass die ersten Getränke schon lange wieder leer waren, bevor die letzten von uns versorgt waren. Um sich zu betrinken bestand an diesem Abend also eher weniger die Chance.

Am nächsten Morgen erwachten wir, konnten zum ersten Mal die Anlage im hellen bewundern und machten uns auch erst einmal ab auf den Balkon

Die Aussicht war herrlich, der Himmel versprach einen schönen Tag und wir waren (spätestens jetzt) in absoluter Urlaubsstimmung. Auch das uns nun erwartende Frühstück ließ kaum Wünsche offen. Nur der spanische Kaffee wollte mir nicht so recht schmecken. Ansonsten war die Auswahl fantastisch und es schmeckte auch wirklich gut.

Schon ziemlich direkt nach dem Frühstück ging es dann auch an den Ort des Geschehens (nur ein paar Meter vom Hotel entfernt). Hier eröffnete die Schwester des Bandleaders ihre Physiotherapiepraxis Fisioterapia Mocán in neuen Räumlichkeiten und hatte unsere Musiker engagiert, um die geladenen Gäste gut zu unterhalten. Und das sollte ihnen auch gelingen. Das Wetter war fantastisch, die Musik vom Feinsten und auch für das leibliche Wohl wurde bestens gesorgt

An diesem zweiten Abend wollten wir den Kellner in der Bar dann auch nochmal eine zweite Chance geben und begaben uns wieder in den Keller (beziehungsweise über den Keller raus auf die Terasse am Pool). Nach einem kleinen Zwischenfall -einer in kompletten Klamotten im Pool, zwei weitere etwas weniger bekleidet, drei „Jungs“ auf der Suche nach einer dabei verlorengegangenen Brille- hatten sich dann irgendwann wieder alle lieb und wir wollten versuchen, ob man uns an diesem Abend vielleicht etwas an den Geldbeutel wollte um uns Getränke zu verkaufen. Maria hatte an diesem Abend keinen Dienst (viele von uns hatten sie auch schon morgens beim Frühstücksbuffet gesehen, man munkelte sie habe evtl. um Schichttausch gebeten) aber offenbar kamen wir vom Regen in die Traufe. Die Geschwindigkeit der Bedienung war die gleiche, nur die beschriebene Hingabe fehlte. Auch an diesem Abend musste wir quasi darum betteln bedient zu werden und konnten wieder nur bedingt die spanische Wirtschaft ankurbeln.

Am nächsten Tag gings für den Großteil der Gruppe in den Loro Park, mein Göttergatte und ich hatten uns aber gemeinsam (auch wenn einige was anderes behaupten) dagegen entschieden und wollten uns das Städtchen angucken. Man sagte uns, es sei nicht weit, also haben wir uns zufuß auf den Weg gemacht. Viel zu sehen gab es nicht, größtenteils die typischen Touri-Lädchen, aber auch zwei Kirchen konnten wir uns angucken und den Rest der Zeit haben wir die Sonne genossen, dem Meerestoben gelauscht und ganz ganz viele Bilder geschossen.

Am frühen Nachmittag hatten wir soweit alles angeguckt und dachten uns, dann kanns ja jetzt wieder auf den Rückweg gehen. Christian fragte auch noch „zufuß oder mit dem Taxi“?, aber ich dachte mir, was hin funktioniert, das geht auch wieder zurück. Ich kann euch sagen, als ich oben ankam, da wusste ich aber was ich geschafft hatte. Ich habe jetzt noch Muskelkater in den Beinen von diesem steilen Aufstieg.

Nach einer kleinen Ruhepause ging es aber auch gleich schon weiter, am Abend stand ein zweiter Auftritt an, das Cafe de Paris hatte die Truppe engagiert. Am Anfang wurden Stimmen laut, man habe Angst zu verdursten, da während des Auftritts die Getränke wohl äußerst knapp bemessen waren, aber die Verköstigung nach dem Auftritt (sowohl Essen als auch Getränke) entschädigte dann alle für die kurze Durststrecke. Musikalisch fand ich den Auftritt am Tag zuvor zwar schon etwas schöner, was aber auch an meinem Sitzplatz etwas ab vom Schuss beim Cafe de Paris gelegen haben kann.

Am Ende des Abends folgte (der ein oder andre wirds schon ahnen) unser obligatorischer Besuch in der Hotelbar. Wir nahmen wieder draußen auf der Terasse am Pool Platz, suchten uns alle unser Getränk aus und die ersten gingen rein um zu bestellen. Auch wenn ichs vorher noch nicht geschrieben hatte, Bedienung war nicht, auch wenn wir in einer Gruppe von 20 Personen an unserem Tisch saßen, der Mann an der Bar war nur fürs Mixen zuständig, mit Bedienen wäre der völlig überfordert gewesen und eine zusätzliche Kraft an der Bar hielt man wohl nicht für nötig. Es dauerte schon verdammt lange, bis dann der erste wieder mit einem Schwung Getränke zurückkam, aber es kam an diesem Abend dann eigentlich nie mehr vor, dass wir irgendwann komplett alle draußen sitzen konnten. Irgendjemand stand immer drinnen, um auf einen Teil der Getränke zu warten. Und schon nach der dritten Runde (eigentlich hätte man in der Zeit wahrscheinlich schon 6-8 Runden getrunken haben können) hieß es dann, dass er bald schließen will. Ersteinmal ließen wir uns nicht beirren, bestellten weiter, doch plötzlich ging dann draußen das Licht aus, und wir saßen mehr oder weinger im Halbdunkel. Auch das störte dann nicht weiter, man gewöhnt sich ja an so einiges, aber als sie dann drinnen anfingen zu putzen, da wurde es uns doch zu bunt und wir fanden, so langsam sollten wir uns Richtung Bett bewegen.

Der letzte Tag brach an, spätestens um 10:00h mussten wir ausgecheckt haben, und schon beim Frühstück trauerten wir alle den Tagen hier im schönen und warmen Teneriffa nach. Am Telefon erzählten sie uns von Schneeregen in Deutschland und wir hatten für den Tag immer noch T-Shirt und kurze Hosen in der Planung. Die Zeit bis zur Abreise um 14:00h sollte für alle zur freien Verfügung sein und weil Männe bei unsrer Stadtbesichtigung am Tag zuvor entdeckt hatte, das man hier auch richtige Männerspielzeuge kaufen kann, machten wir uns als erstes nochmal in die Stadt, um ein Männerherz zufriedenzustellen. Aber man wird ja klüger, und so ließen wir es schön ruhig angehen und als es Zeit war umzukehren und zum Hotel zurückzukommen, da riefen wir uns einfach ein Taxi und sparten uns den Atem für wichtigere Dinge.

Gegen 14:45h waren wir dann auch endlich alle soweit und es musste wieder ab Richtung Flughafen gehen. Um 17:55h sollte der Flieger abheben und uns in Richtung Heimat bringen. Alles klappte wunderbar, wir waren alle rechtzeitig am Flughafen, es gab keine Probleme beim Sicherheitscheck (der meiner Meinung nach sehr lasch war, kein Vergleich zum Hinflugtag) und gegen 17:15h erschien auch auf der Anzeige der Aufruf zum Boarding. Also alle schon hübsch artig in einer Reige aufgestellt und gewartet. Eigenartigerweise bewegte sich die Schlange jedoch nicht vorwärts, egal wie lange wir warteten. Und irgendwann sagte dann jemand was von „technischem Problem“, „warten auf einen Mechaniker“, aber alles nur Gerüchte, von Ryanair hörte man nichts, die Boarding-Aufforderung erlosch auch nicht, aber auch sonst passierte nichts.

Die Stimmung sank ganz deutlich, man sah die Ankunft in Deutschland gegen 23:00h in ganz weite Ferne rücken, aber so hatten wir uns den verlängerten Aufenthalt in Teneriffa nun auch nicht vorgestellt…

Gegen 1:15h deutscher Zeit landeten wir dann auf dem Hahn, es war kalt, es war nass, es war windig und wir waren alle müde, aber dafür hatten wir jede Menge wunderschöner Erinnerungen im Gepäck, von denen wir hoffentlich noch lange zehren werden.

Abschließend möchte ich mich nochmal bei euch dafür bedanken, dass ihr mich (und die anderen Fans) auf eure Konzertreise mitgenommen habt, es war schön und auch unterhaltsam mit euch, ich würde mich freuen, das nochmal wiederholen zu können.

**An alle Beteiligten/ Betroffenen: Sollte sich jemand hier auf Fotos wiederfinden, die er so nicht im Internet veröffentlicht haben möchte, so soll er sich bitte bei mir melden.***

Ein Gedanke zu „Teneriffa

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