Tag 4

Wie schon im vorherigen Artikel geschrieben, begann der nächste Tag erstmal nicht so spaßig, es gab viel Rennerei, Sachen wurden ausgefüllt, Fragen beantwortet, Telefonate geführt und vor allem alle Hotlines dieser Welt inklusive (und sogar im Besonderen) Warteschleifen verflucht.

Unser Urlaub konnte allerdings dann erst gegen Mittag fortgeführt werden. Da wir ja aber Samstag hatten, und an diesem Tag der Naschmarkt in Wien stattfindet, war unser erstes Ziel eigentlich schon ziemlich klar.

Wir schlenderten an den verschiedenen Buden entlang, an denen es Lebensmittel und Gewürze aus aller Herren Länder zu bestaunen gab. Ich hätte nicht gedacht, dass man zu dieser Jahreszeit so viele bunte Sachen anbieten kann. Und überall roch es entweder ganz fantastisch oder aber teilweise auch einfach nur streng.
Unser Hauptziel aber war der zum Naschmarkt gehörende Flohmarkt, der wahrscheinlich nochmal die gleiche Fläche einnimmt, wie der Markt an sich. Und auch hier war ich überrascht, dass trotz des wirklich eisigen Wetters die meisten Plätze besetzt zu sein schienen. Und man konnte ganz wunderbar mit den Leuten handeln (die Anfangspreise waren allerdings auch auf Handeln ausgerichtet, wie wir beim Kauf einer Mütze feststellen durften). Haben dann aber auch tatsächlich noch zwei Schmuckstücke auf dem Flohmarkt erstanden, wir sind jetzt stolze Besitzer von zwei Frettchen und nem Fuchs, so dass wir beim nächsten Mittelalterball auch ganz bestimmt nicht mehr frieren müssen.

Frieren musste ich allerdings dann einige Zeit später doch noch, ich hatte am Mittag extra meine Chucks in den Rucksack gepackt. Heute sollten auch die was von Wien zu sehen kriegen, damit der Tag dann allerdings nicht mit ner Blasenentzündung zu Ende ging, hab ich sie nur kurz fürs Shooting an die Füße gemacht, und dann ganz schnell wieder zu wärmerem Schuhwerk gewechselt, weil der Boden wirklich arschkalt war…

Danach sind wir dann noch ne Weile über den Rest vom Prater gelaufen, aber das ist dann scheinbar wirklich was, wo sich nur im Sommer ein Besuch lohnt. Es war nichts los, für die Attraktionen wars natürlich viel zu kalt und somit waren wir auch ganz schnell wieder weg.

Abends stand dann noch ein letztes Mal essen gehen auf dem Programm. Diesmal sollte es dann aber keine Empfehlung aus irgend nem Reiseführer sein, sondern wir verließen uns dann auch mal auf Empfehlungen aus dem wirklichen Leben. Die Empfehlung allerdings kam von einem Mann, und das war auch der Grund dafür, dass Christian und ich jetzt im Nachhinein völlig unterschiedlich von unserem Besuch im Columbus Bräu berichten.

Denn es handelte sich definitiv um „Männeressen“. Die Portionen waren riesig und das Essen war frittiert und fettig. Es schmeckte nicht schlecht, aber die Masse war doch das, worauf das Augenmerk lag. Aber besonders hervorheben muss man dann doch die Bedienung im Columbus Bräu, der Kellner war nett, das Essen kam schnell, und vor allem wurde man nicht „irgendwie komisch angeguckt“, so wie es uns an einigen anderen Stellen erging. Deshalb blieben wir auch noch ne Weile und tranken was, bevor uns der Weg dann wieder ins Hotel führte und wir (mal wieder) hundemüde ins Bett fielen.

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