3 Tage in Hamburg

Nachdem wir dann schon den Süden Deutschlands genossen hatten, gings Ende September noch nach Hamburg. Hier stand für den Menne ein Workshop an, und da hab ich kurzerhand die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und bin mitgefahren.

Los ging mit dem Auto Richtung Koblenzer Hauptbahnhof und von da dann nonstop mit der Deutschen Bahn Richtung Hamburg. Sehr angenehm und auf jeden Fall empfehlenswert.

In Hamburg (nee, natürlich schon vorher) hatten wir uns fürs Mercure Hamburg Airport entschieden. Schien uns also naheliegend, vom Hauptbahnhof aus Richtung Flughafen mit der Bahn zu fahren, da könnte man ja dann gucken, wo man lang muss. Wir also rein in die Bahn, raus aus der Bahn, Handys gezückt, Routenplaner an… und dann kam die Überraschung! Von unsrem Standort aus solltens noch gute 4 km zu laufen sein. Und wir hatten schließlich auch Gepäck dabei. Also dann doch weiter mit dem nächsten Verkehrsmittel, Taxi geschnappt. Hat aber dann doch noch alles gut geklappt und wir konnten entspannt in den Urlaub starten. (Und es stellte sich dann im Hotel raus, dass es auch eine U-Bahn-Station in relativer Nähe zum Hotel gab.)

Am ersten Tag haben wir uns erstmal ganz viel zufuß erlaufen. Es war superschönes Wetter, und so haben wir den Urlaub mit einem Alsterspaziergang begonnen und es schön ruhig angehen gelassen. Danach waren wir an den Landungsbrücken, sind durch den Hafen gelaufen und haben uns die Speicherstadt angesehen. Hierbei kamen wir dann am Büro von Stage Entertainment vorbei uns haben noch schnell einen zusätzlichen Punkt in unser Urlaubsprogramm aufgenommen. Eigentlich war kein Musicalbesuch geplant, aber der Preis der da für den gleichen Abend für „Der König der Löwen“ angeboten wurde war wirklich super. Und somit stand unser Abendprogramm dann auch schon fest.

Die Anfahrt zum Musicaltheater war schon was besonderes. Das Theater liegt in Hamburgs Hafen und ist nur per Schiffsshuttle zu erreichen. Man wurde abgeholt und fuhr dann übers Wasser auf das hell erleuchtete Theater zu. Das hat die Vorfreude dann irgendwie noch zusätzlich gesteigert.

Vom Musical selbst waren wir nicht so ganz begeistert. Wir hatten vorher schon Tanz der Vamire in Oberhausen und Starlight Express gesehen und fanden was Musik, Kostüme und Story anging die anderen beiden Musicals auf jeden Fall beeindruckender und sehens-/ empfehlenswerter. Ein schöner Abend war es dennoch und wir kehrten voller schöner Eindrücke ins Hotel zurück.

Bei einem sehr üppigen Frühstück (zumindest für Christian, bei mir fiel das Frühstück in dieser Zeit generell etwas sparsamer aus) starteten wir in den Freitag. Der Service am Buffet war wirklich super, die Auswahl war gut und auch das Frühstück selbst war sehr lecker.
Auch dieser Tag versprach wettertechnisch hervorragend zu werden und so hatten wir uns jede Menge Outdoor für diesen Tag vorgenommen, da man ja um diese Zeit nie wissen kann, wie lange das Wetter noch anhält. Wir starteten mit einer großen Hafenrundfahrt vorbei an riesigen Containerschiffen, Luxusdampfern und Schickimickigegenden von Hamburg und setzen dann unseren Rundgang vom Vortag fort.

Dieser führte uns dann zu Planten und Blomen. Ich hätte mir nie erträumen lassen, dass man soviel Grün auf einer Fläche in so einer Stadt finden kann. Wir verbrachten wahnsinnig viel Zeit damit uns alles anzugucken, viele Fotos zu schießen und alles auf uns wirken zu lassen. An allen Ecken luden Liegestühle zum Pausemachen ein und jeder schien auch darauf zu achten, dass alles in Ordnung blieb, nirgendwo lag Müll oder waren Anzeichen von Vandalismus zu sehen, was man ja schon fast als ungewöhnlich bezeichnen kann.

Der Samstag gehörte dann mir allein, da an diesem Tag besagter Workshop (der ja überhaupt der Anlass für unseren Aufenthalt war) stattfand. Ich hatte mich für einen Besuch in Hagenbecks Tierpark entschieden. Auch hier sind jede Menge Fotos entstanden, die sicher mehr aussagen als ich hier in Worte fassen kann:

Abends hatten wir dann eigentlich vor, einen Abstecher zur Reeperbahn zu machen, allerdings wollten wir auch gleichzeitig am nächsten Morgen zum Fischmarkt. Beides zusammen schien uns irgendwie nicht machbar, da die Reeperbahn am frühen Abend sicher nicht wirklich was zu bieten hätte, wir aber schon um 4 Uhr morgens die U-Bahn zum Fischmarkt nehmen wollten. Unsere Entscheidung fiel dann auf den Fischmarkt, wobei wir aber (spätestens) an diesem Abend dann beschlossen, dass dies sicher nicht unser letzter Urlaub in Hamburg gewesen sein sollte und somit auch nicht unsere letzte Chance, die Reeperbahn zu sehen (wobeis im Nachhinein betrachtet wohl gerade mit der Reeperbahn noch ein bißchen dauern wird).

Als der Wecker morgens klingelte war ich mir schon nicht mehr ganz so sicher, ob es die richtige Entscheidung gewesen war, aber es half nix, beschlossen war beschlossen. Wir also raus aus dem Bett und rein in die U-Bahn. Am Ziel angelangt sahen wir dann doch noch ein bißchen Reeperbahn, allerdings eher die Nachwehen der Nacht. Auf dem Fischmarkt herrschte schon jede Menge Betriebsamkeit, auch wenn in diesen frühen Morgenstunden von dem sonst so tollen Wetter noch nichts zu spüren war. Während wir uns aber vom Strom der Menschen mitreißen ließen und bei dem ein oder anderen Marktschreier stehen blieben entdeckten wir einen riesigen Vorteil des frühen Aufstehens: Natur und Hafen erwachten zum Leben, die Sonne ging auf und es entstanden ein paar richtig schöne Aufnahmen.

Am Nachmittag (bevor es dann auch schon bald nach Hause gehen sollte), entschieden wir uns dann doch noch für eine Aktivität im Inneren eines Gebäudes. Wir besuchten das Panoptikum am Spielbudenplatz. Vor einigen Jahren waren wir bei Madame Tussauds in Berlin, und die ausgestellten Persönlichkeiten sahen schon „echter“ bei Madame Tussauds aus, aber man muss auch dazusagen, im Panoptikum waren die ältesten Exponate aus den 40er Jahren, alleine das war schon beeindruckend. Und für nur ein paar Euro (und nur 50 Cent für nen Audioguide) wurden man über eine lange Zeit gut unterhalten und informiert. Also preislich kein Vergleich zum Wachsfigurenkabinett in Berlin. Auch aus dem Panoptikum jetzt noch ein paar Bilder.

Und dann sollte unsere Nordeutschlandtrip auch schon zuende gehen. Am Nachmittag machten wir uns wieder auf zum Bahnhof und fuhren zurück gen Heimat. Auch die Rückfahrt verlief ohne größere Hindernisse, bis auf die Tatsache, dass der automatische Türschließer kaputt war und man da wo ich saß ziemlich gefroren hab. Alles in allem kann ich aber nur wie am Anfang schon betonen, die Bahnfahrt war entspannter und bequemer als es jede Autofahrt hätte sein können und sie hat dem Kurztrip einen angenehmen Abschluss gegeben.

4 Gedanken zu „3 Tage in Hamburg

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