Wir in Gips

Nachdem der Bauch jetzt langsam aber sicher eine stolze Größe erreicht hat (na Gott sei Dank, vier Wochen vor dem Termin) stand gestern nochmal ein bißchen Kreativität an. Der Babybauch und damit unser Zwerg und ich sollten eingegipst und damit dauerhaft verewigt werden.

Babybauch 36. Woche

Babybauch 36. Woche

Ein entsprechendes Kit hatte ich mir vorher schon im Internet bestellt, nachdem ich festgestellt habe, einfach nur Gipsbinden in der Apotheke bekomm ich für den gleichen Preis. In meinem Set waren jetzt neben den neun Gipsbinden noch ein Döschen Vaseline und ein Paar Einmalhandschuhe sowie eine Kurzbeschreibung enthalten.

Los gings damit, das wir eine aufgeschnittene Mülltüte auf unserem Tisch ausbreiteten und darüber ein großes Spannbettlagen spannten, um größe Nässeschäden an unserem Tisch zu vermeiden. Weiter gings damit, dass mein fleißiger Helfer nach genauester Vermessung meines gesamten Oberkörpers anfing kleine Gipsbindenstreifen zu schneiden und zurechtzulegen, damit das nicht noch im laufenden Prozess passieren musste. Eine Schüssel mit lauwarmem Wasser wurde bereitgestellt und die Arbeit am Objekt konnte beginnen!

Ersteinmal wurden alle Stellen, die zu gipsen waren, mit Vaseline großzügig eingeschmiert. Und das großzügig aus der Anleitung hat Christian wirklich wörtlich genommen. Im Nachhinein betrachtet hätte es etwas weniger Fett vielleicht auch getan…Danach empfiehlt die Anleitung in etwa drei Lagen Gipsbinden (also leicht überlappend) anzubringen. Das hat auch eigentlich ganz gut geklappt und ging erstaunlich schnell. Ruckzuck (naja, vielleicht nach so 20 Minuten) war ich komplett mit dem Zeug zugeschmiert. Dann allerdings musste der Gipspanzer ja noch ein bißchen antrocknen, bevor man den ablösen konnte. Und da kam dann der für mich äußerst anstrengende Teil der Geschichte, ich musste noch 10 Minuten in der vorher von mir gewählten (und auch bis dahin noch als recht angenehm empfundenen) Stellung ausharren. Ich merkte, wie die Hände langsam taub wurden, beide schliefen ein und hatten dabei aber immer noch mein Gewicht zu tragen. Die Zeit schlich nur so dahin… aber irgendwann merkte ich dann, wie sich unser Werk von selbst von mir zu lösen begann und so sah ich die Zeit für gekommen, mich aus meiner Zwangslage zu befreien. Das Ablösen ging dann ganz leicht, was natürlich auch an der großzügigen Verwendung der Vaseline gelegen haben könnte. Hier noch ein paar Impressionen unserer Arbeit und dem anschließenden vorläufigen Ergebnis.

Der Abdruck soll jetzt noch so richtig trocknen, wird dann noch etwas geschliffen und grundiert und dann werde ich ihn noch ein bißchen anmalen. Da ich aber noch nicht weiß, wann das alles so weit sein wird, gabs jetzt erstmal den Bericht zu dem ersten Zwischenschritt.

Spannend wurde es dann nochmal hinterher… ich hatte ja jetzt ein bißchen Gips und ganz viel Vaseline an mir, die abgewaschen werden musste. Hatte ich mir ganz leicht vorgestellt… ab unter die Dusche und dann schnell abwaschen. So lief das mit dem Gips dann auch, ließ sich super abwaschen. Allerdings hat das bei dem Fett absolut gar nicht geklappt. Ich hatte überall Wasserperlen, aber ansonsten hat sich nix getan. Auch Christians Tipp mit Spüli statt Duschgel konnte nichts ausrichten. Naja, was dann nicht abging musste dranbleiben, war ja nichts schmutziges oder so sondern eher so wie eingecremt…

Bin schon gespannt aufs Endergebnis, auch darüber schreib ich dann nochmal!

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