Babypflegekurs

Da der Bauchzwerg ja jetzt doch noch ein bißchen auf sich warten ließ, haben wir uns entschieden, vorher noch einen Babypflegekurs zu besuchen, schaden kanns ja sich nicht.

Und so ging dann am Samstag Morgen schon recht früh der Wecker, damit auch noch für ein Frühstück genügend Zeit blieb und um 10 Uhr starteten wir in die Welt der Babypflege… Dachten wir zumindest!

Der Kurs wurde von einer ehemaligen Krankenschwester abgehalten, die aber nach eigenen Angaben momentan nicht mehr im Dienst sei. Sie habe zwei eigene Kinder im Alter von ca. Mtte bis Ende 20. Ok, die eigenen Erfahrung der Babypflege im Privatbereich schienen demnach schon älter zu sein, aber bei ihr konnte man sicher von viel beruflicher Erfahrung ausgehen.

Die Kursleiterin startete jedoch keineswegs mit Sachen aus dem Bereich der Kinderpflege sondern startete quasi mit dem Geburtsvorgang, was der Arzt tut, was die Hebamme macht, welche Untersuchungen gemacht werden und welche Werte dabei gut und welche schlecht sind. Gerade bei den Werten denk ich mir, junge Eltern möchten in einem Kurs über Babypflege nicht hören, welche schlechten Untersuchungsergebnisse nach der Entbindung auf ihr Kind zukommen können. Des weiteren erfährt man ziemlich viel, was man alles auch schon im Geburtsvorbereitungskurs zu hören bekam (wo es meiner Meinung nach ja aber auch hingehört). Als dann nach etwas mehr als einer Stunde eine Pause anstand, war ich schon etwas genervt, weil ich befürchtete, dass es wohl die noch folgende Stunde ebenfalls so weitergehen würde. Hoffnung gab mir allerdings, dass im „Vortragsbereich“ eine Wanne, ein Bett mit einer Puppe und diverse Kleinteile aufgebaut waren. Und irgendeinen Zweck hatten die doch sicher auch zu erfüllen.

Nach der Pause ging es dann auch tatsächlich ans eigentliche Thema, was mich ja dann doch beruhigte. Sie erzählte ein bißchen was zum Baden und Wickeln, da sie aber davon ausging, dass das Wickeln wohl jeder schonmal gemacht hatte, ging sie nicht wirklich näher drauf ein oder zeigte irgendwas. Sie fragte zwar, ob es jemand mal ausprobieren wolle, aber da hat sich dann natürlich niemand mehr getraut sich zu melden. Wenn man allerdings in die Gesichter der Männer in der Runde geguckt hat, würde ich fast vermuten, dass von denen noch nicht einer ne Windel in den Fingern gehabt hat… Was mich an der Wickelgeschichte am meisten interessierte und auch ein bißchen für Unsicherheit sorgte war nicht das Anlegen der Windel selbst sondern all das, was zwischen Windel und Popo kommt (oder eben auch nicht). Und hierzu hat die Kursleiterin dann auch wirklich ein paar ganz hilfreiche Sachen zum Besten gegeben, die auch wirklich verwertbar waren.

Alles in allem war der zweite Teil des Vortrags wirklich in Ordnung, den ersten Teil hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht, da dort wie gesagt das Thema nicht die Pflege sondern eher die Geburt war.

Ich persönlich fände es besser, wenn ein solcher Kurs von einer Hebamme oder von einer aktuell noch im Dienst stehenden Kinderkrankenschwester durchgeführt würde, da in unserem Kurs eben doch der Eindruck entstand, dass die Kenntnisse entweder etwas veraltet oder frisch angelesen waren (und das Anlesen kann man ja eigentlich auch selbst erledigen). Das Gefühl von etwas mehr Praxisnähe wäre schön gewesen.

Da es aber wahrscheinlich sowieso trotz sämtlicher Kurse und Vorbereitungen anders kommt als man denkt, lassen wir uns einfach überraschen, was da jetzt auf uns zukommt

2 Gedanken zu „Babypflegekurs

  1. Pingback: Was ich beim „Hoppla, hier komm ich!“ Babykurs gelernt habe | Herzding

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