Unser erster gemeinsamer Monat – Teil 2 erstmals zuhause

Montags nach 10 Tagen in zwei verschiedenen Krankenhäusern durften wir endlich nach Hause.

Zum ersten Mal im Maxicosi… ich war gespannt. Aber es klappte problemlos, am Anfang war er noch etwas skeptisch und es wurde ein bißchen geweint, aber nach den ersten Metern schien er sehr großen Gefallen am Autofahren zu finden.

Zuhause war schon alles auf unsere Ankunft vorbereitet, Finn hatte seinen Stubenwagen (hier sollte er tagsüber drin schlafen) und das Gitterbett war schon vom Kinderzimmer in unser Schlafzimmer umgezogen, weil ich mich dann doch nochmal umentschieden hatte und er die ersten Monate neben meinem Bett schlafen soll. Unser Wohnzimmer glich irgendwie der Weihnachtsmannzentrale oder so, unser ganzer Esstisch stand voller Geschenke, alles Glückwünsche zur Geburt unsres Sohnes.

Die ersten Stunden waren auch irgendwie total unwirklich, man hatte noch gar nicht realisiert, dass der kleine Mann jetzt für die nächsten Jahre und Jahrzehnte bei uns wohnt und wir jetzt ein neues Familienmitglied haben. Es war einfach unglaublich und man kam sich irgendwie noch vor wie in einem Traum. Nachdem wir so langsam auch gedanklich zuhause angekommen waren, sollte es dann nach den ganzen 10 Tagen in geschlossenen Krankenhausräumen endlich auch mal rausgehen mit dem kleinen Mann und so probierten wir dann sogleich mal unsren Kinderwagen aus. Und schon wieder was Neues…

…aber Kinderwagenfahren war von Anfang an sein Ding. Wir fuhren zuerst nur ein bißchen durch unsere Fußgängerzone, aber dann fiel uns ein, dass im Städtchen die alljährliche Maifeier stattfand und so machten wir uns auf den Weg dorthin um auch mal auszuprobieren, wie er so auf Leute, ein bißchen Trubel und Musik reagiert. Die meiste Zeit der Feier verschlief er dann allerdings, was ja aber an sich auch schon ein gutes Zeichen war.

Den Rest des Tages genossen wir einfach ein bißchen das Zusammensein zuhause, stellten schnell fest, dass Stillen zuhause wesentlich stressfreier und entspannter war als in den Krankenhäusern und versuchten uns erstmal einzuleben, da wir alle drei ja schließlich vor neuen Situationen standen.

Gegen Abend mussten wir uns dann überlegen, wie wir das am besten mit dem Schlafengehen machen. Da wir aber nach dem aufregenden Tag genauso müde waren wie Finn, hatte es sich erstmal erledigt und der Einfachheit halber gingen wir mit Finn ins Bett. Ich war ja so gespannt…

…und sollte auch nicht enttäuscht werden. Eine spannende und nervenaufreibende Nacht stand an. Tagsüber (und auch in beiden Krankenhäusern) hatte Finn in den kleinen Betten gelegen, und nun hatte er ein ganzes riesiges Gitterbett für sich allein. Das schien ihm alles nicht geheuer zu sein. Er tat kein Auge zu, schrie die ganze Zeit und hielt uns auf Trab. Auch der Versuch, den Stubenwagen dann eben anstelle des Gitterbetts für diese Nacht ins Schlafzimmer zu stellen schlug fehl. Was sind wir in dieser Nacht viel mit ihm rumgelaufen und haben verschiedene Dinge ausprobiert… und da ich ja auch schon die ersten Nächte im Krankenhaus so verbracht hatte, machte ich mir ernsthafte Gedanken darüber, wie viele Wochen und Monate das eventuell noch so weitergehen würde, bevor man erstmals ein paar Stunden Schlaf pro Nacht bekommen könnte. Erst als ich ihn zu mir ins Bett gelegt habe, konnte wir alle dann ein bißchen schlafen.

Glücklicherweise sollten die nächsten Nächte dann doch anders verlaufen, aber hierzu dann mehr in einem der nächsten Artikel

2 Gedanken zu „Unser erster gemeinsamer Monat – Teil 2 erstmals zuhause

  1. Belouni

    Schön, so tolle Sachen über euren gemeinsamen Start zu lesen!! Seid froh, dass die Nächte so schnell so gut wurden, bei uns hat das 8 Wochen gedauert, bis unsere Tochter nicht mehr AUF UNS geschlafen hat sondern die ersten Nächte auch mal in ihrem Bettchen, in unserem Schlafzimmer verbracht hat.
    Und immer dran denken: Es ist alles nur eine Phase 😉

  2. Chriss

    Ich befürchte, dass diese „Phase“ nahtlos in die nächste übergehen wird (was auch immer die „nächste Phase“ sein mag…).

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