Unser erster gemeinsamer Monat – endlich angekommen

Wie schon im letzten Artikel geschrieben, die erste gemeinsame Nacht war ein ziemlich schreckliches Szenario, was mir wirklich Angst machte, weil ich dachte, das könnte nun noch ewig so weitergehen. Aber es kam doch eher anders…

In den nächsten Tagen kamen dann erstmal einige Besucher, die meinem Wunsch gefolgt waren und eben nicht im Krankenhaus aufgelaufen waren. Alle bestaunten unseren kleinen Mann und von dem ein oder anderen wurde er dann auch getragen, gedrückt und aus der Nähe begutachtet. Natürlich wurde er auch weiterhin mit Geschenken nur so überhäuft, vielen Dank an dieser Stelle nochmal an all die fleißigen Schenker! Besonders in den Größen 62 bis 74 werden wir wahrscheinlich keine eigenen Sachen mehr kaufen müssen, weil alle sich dachten, die kleinen Sachen kriegen sie sicher zu Hauf. Und wie sich herausstellte, fängt es auch jetzt schon langsam an, dass einige der ganz kleinen Sachen schon ein bißchen knapp sind.

Die ersten zwei Wochen konnten wir auch beide noch ganz viel Zeit mit unsrem Schatz verbringen, bevor dann für meinen Mann die Arbeit wieder rief. Wir unternahmen Ausflüge, besuchten die frischgebackenen Omas und Opas, feierten Muttertag und Vatertag und gingen ganz ganz viel spazieren. Man hätte meinen können, da in den ersten Tagen in Finns neuem Leben das Wetter ja nicht so schön war gäbe es jetzt einfach alles, fast jeden Tag war der schönste Sonnenschein, was wir auch ganz besonders ausnutzten. Die meiste Zeit des Tages verschlief unser neuer Mitbewohner zumeist, aber für ihn kams ja auch eher auf die Frischluft an als auf die besichtigten Sehenswürdigkeiten.

Am Anfang konnte man sich zwar mit ihm beschäftigen, aber natürlich kam noch nichts zurück. Umso schöner ist es, dass in der letzten Woche dann langsam immer häufiger auch Reaktionen von ihm kamen. Blickkontakt, er folgt mit den Augen und manchmal fängt er auch schon an, einzelne Gesten nachzuahmen.

Die Zeit besteht aber nun bekanntlich nicht nur aus Tagen, sondern darauf folgen auch immer noch Nächte. Und die waren es es ja auch, vor denen ich nach der ersten Nacht so einen Bammel hatte. Aber es kam anders…

…wie üblich kam natürlich auch zu mir eine Hebamme zur Nachsorge. Sie fragte, ob alles ok sei und wir berichteten dass eigentlich alles gut läuft, allerdings das mit dem nachts schlafen etwas schwierig gewesen sei. Sie ging auch davon aus, dass Finn vielleicht einfach ein bißchen zuviel Platz in seinem riesigen Gitterbett haben könnte. Und so schickte sie mich los, eine Decke zu holen. Zuerst wusste ich noch nicht so wirklich, was sie vorhatte, aber das sollte sich ändern. Die Hebamme nahm unseren Sohn, legte ihn auf die Decke auf der Couch und begann, ihn zu pucken. Auch im Krankenhaus hatte das eine Schwester versucht, da mochte er es aber nicht so besonders. Dieses Mal schien er aber ganz zufrieden zu sein, und so wollten wir es mal auf einen Versuch ankommen lassen.

Nach dem letzten Stillen am Abend bin ich mit unsrem Sohn ins Schlafzimmer gegangen, habe ihn in die Decke gepackt und es konnte losgehen. Ein kleines bißchen musste ich noch mit ihm umhergehen, aber dann konnte ich ihn gepuckt wie er war in sein Bett legen ohne dass er sich beschwert hätte. Und das sollte sich auch nicht ändern, als ich mich aus dem Zimmer geschlichen habe. Das Babyphon blieb still!

Kurz darauf sind auch wir schlafen gegangen, machten zwar ganz leise, aber es wäre gar nicht nötig gewesen, Finn schlief tief und fest. Und das blieb auch ganze 6 Stunden nach dem Hinlegen so! Erst dann meldete er sich weil er Hunger hatte, ließ sich füttern und wickeln und schlief dann in meinem Arm auf Anhieb wieder ein. Und wann wurde ich das nächste Mal wach? Weitere 6 Stunden später! Ok ok, das war wirklich nur in der ersten Woche so, mittlerweile kommt er eher so alle 4 Stunden, aber auch das ist verglichen mit der ersten Nacht natürlich immer noch der Himmel auf Erden!

Ich bin sehr gespannt, was wohl die nächsten Wochen, Monate und Jahre auf uns zukommen wird. Das ein oder andere werde ich sicher auch noch hier berichten!

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