Jahresrückblick 2012 (zugegebenermaßen sehr babylastig)

Ein sehr aufregendes Jahr 2012 neigt sich dem Ende zu. Ich weiß nicht, ob sich jemals in nur einem einzigen Jahr soviel in meinem Leben verändert hat (zumindest nicht, seit ich mich erinnere). Mein Jahresrückblick beinhaltet daher dieses Jahr (wohl verständlicherweise) viele Schritte, die wir gemeinsam mit unserem neuen Mitbewohner und Lieblingszwerg Finn gegangen sind.

Januar
In diesem Monat ging es mir nicht so wirklich gut, ich hatte ständig Bauchschmerzen und als ich mich dann dazu entschloss zur Ärztin zu gehen, schickte die mich dann auch prompt für eine Woche auf die Couch, da schon leichte Wehen aufgezeichnet wurden. Eine Woche schonen und abwarten, dann nochmal zurück. Die Situation hatte sich ein bißchen gebessert, in den Augen meiner Frauenärztin noch noch nicht genug und sie wollte, dass ich noch länger zuhause bleibe. Das konnte ich mir so gar nicht vorstellen, und so wollte ich es erstmal versuchen.
An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen ganz ganz tollen Kolleginnen bedanken, die es mir ermöglicht haben, meine Arbeit so umzustrukturieren und Teile meiner Arbeit mitzuerledigen, dass ich noch eine ganze Weile weiterarbeiten konnte und mich dennoch etwas schonen konnte, so dass es mir und Finn trotz der Arbeit schon viel besser ging.

Februar
Im Februar haben wir erfahren, dass mein kleiner Bauchbewohner ein ER wird. Es fiel uns ein bißchen leichter, einen Mädchennamen zu finden, beziehungsweise sich auf einen Namen zu einigen, aber auch ein Jungenname war recht schnell gefunden. Fastnacht/ Fasching/ Karneval, in diesem Jahr alles kein Thema für mich. Ich kann nicht lange genug stehen um einen Umzug mitzuverfolgen und vom „geselligen Beisammensein“ danach erwartete ich auch nur Betrunkene, die ihre eigenen Witze immer witziger finden und hab dann lieber drauf verzichtet

März
Eine große Feier ohne Finn stand dann noch an, meine Oma wurde 80! Mein Bauch war (für die fortgeschrittene Zeit) noch recht klein, ich war kaum eingeschränkt, es war eine sehr schöne Feier und da ich am nächsten Morgen noch ausschlafen konnte, machte es auch nichts, dass der Abend ein kleines bißchen später wurde. (Das mit dem Ausschlafen wusste ich da aber glaube ich noch gar nicht so zu schätzen!)

April
Dieser Monat war wohl mit Abstand der aufregendste für uns drei. Finn wurde geboren. Eine Woche vor dem errechneten Termin kam ich ins Krankenhaus und nach 2 Tagen wurde die Geburt eingeleitet, weil sich eigentlich von allein nichts mehr veränderte. Die Geburt an sich dauerte 9 1/2 Stunden und ich war wirklich froh, als es endlich geschafft war. Danach folgten ein paar turbulente Tage bevor wir endlich am letzten Tag im April nach Hause durften.

Mai
Die ersten Tage und Wochen bekommen wir natürlich ganz viel Besuch, alle wollen den Zwerg sehen und halten und und und. Finn bekommt seine Hüftbeugeschiene, wir alle kommen mit dem Ding allerdings besser klar als erwartet. Wir baden zuhause. Das mag unser Männlein aber so gar nicht!

Juni
Die Fußball-EM findet statt und wir planten, die Spieltage der deutschen Mannschaft so zu verbringen, wie auch schon bei den vorherigen EM und WM. Treffen mit Freunden zum Essen und anschließenden Spiel angegucken. Das mit dem Essen hat meist noch geklappt, dann wurde der Zwerg kurz vor dem Anpfiff ins Bett gebracht, und hier verbrachten der Zwergenpapa und ich dann auch die meiste Zeit der Spiele oder zumindest der ersten Halbzeit. Abwechselnd zwar, aber vom Spiel hat man nicht wirklich was mitbekommen.

Juli
Die Eingewöhnungsphase geht langsam vorbei, Finn schläft auch nicht mehr ganz so viel und wir verbringen ganz viel Zeit zusammen draußen. Vom diesjährigen Bitburger Grenzlandtreffen (Europäischen Folklorefestival) bekomme ich so wenig mit wie noch nie zuvor. Tagsüber gibt’s nichts zu sehen, Rummel und Festumzug sind zu laut und abends schläft Finn schon.
Am 10. Juli sind wir die Schiene schon wieder los, Finns Hüfte ist komplett in Ordnung.

August
Ein Riesenflohmarkt für Baby- und Kinderbedarf auf dem Gelände des Trierischen Volksfreunds steht auf dem Programm, gekauft wird erstmal nicht so viel, weil wir durch diverse Babybegrüßungsgeschenke eigentlich alles haben. Der Flohmarkt in Sefferweich begrüßt uns in diesem Jahr auch nur als Besucher, aber auch hier schließen wir nicht das Geschäft unsres Lebens ab.
Der erste Zahn bricht schon durch und wir beginnen mit der Beikost, ab sofort gibt’s mittags einen Kartoffel-Gemüse-Fleisch-Brei
Der erste längere Zeitraum ohne meinen Schatz: Ich bin auf eine Hochzeit eingeladen! Der Zwergenpapa füttert abgepumpte Milch, alles klappt wunderbar

September
Wir müssen ab sofort zur Krankengymnastik, weil Finn nach wie vor kaum auf dem Bauch liegen möchte und hier motorisch etwas zurückliegt. Mit der Krabbelgruppe starten wir ebenfalls, hier sieht man dann auch deutlich die motorischen Unterschiede obwohl die Kinder alle ungefähr gleich alt sind.
Wir sind auf einen 40sten Geburtstag eingeladen, für mich endet der Abend bereits nach nur einer Stunde, weil Finn wach wird und sich von Babysitteroma nicht beruhigen lässt (von mir dann allerdings auch erst nachdem ich ihn nochmal stille

Oktober
Draußen wird es kälter und prompt sind wir alle drei erkältet. Glücklicherweise erwischt es keinen so richtig übel, auch Finn hat nur mit Schnupfen und Husten zu kämpfen, von unserem ersten Fieber bleiben wir verschont.
Endlich wird sich nochmal sportlich betätigt, Finn und ich gehen ab sofort einmal wöchentlich zum KANGA-Training

November
Verschiedene Weihnachtsmärkte stehen an. Weils da immer recht eng ist, wird Finn nun häufig in der Trage getragen, hier schläft er meist auch seinen Mittagsschlaf.
Wir bekommen eine neue Mieterin, da unser vorheriger absoluter Vorzeigemieter nun leider doch in eine größere Wohnung umzieht.
Wir entschließen uns zum Kauf einer kleinen Studentenwohnung in Trier, die Vorbereitungen laufen

Dezember
Unser erstes Weihnachtsfest mit dem kleinen Mann, es ist etwas völlig anderes. Schon ganz früh stellen wir den Weihnachtsbaum auf und jeden Abend bewundert Finn die vielen bunten Lichter. An Heiligabend packt er sein Geschenk aus, aber das Papier ist noch viel interessanter als das Geschenk selbst. Die vielen Familienbesuche und den Trubel steckt er eigentlich ganz gut weg, auch wenn man ihm anmerkt, dass es ihn auch ein bißchen aufgewühlt hat.
Der heutige Silvesterabend steht uns noch bevor, gleich der Spatz wie gewohnt ins Bett, sicherheitshalber werde ich mich dann kurz vor Mitternacht vor seine Zimmertür stellen, falls er wach wird, während der Besuch die Korken und die Böller knallen lässt.

In diesem Sinne:

Einen guten Rutsch ins Jahr 2013 wünschen wir Euch!

4 Gedanken zu „Jahresrückblick 2012 (zugegebenermaßen sehr babylastig)

  1. Belouni

    Das klingt alles in allem nach einem sehr tollen Jahr mit vielen wirklich tollen Veränderungen. Geht es dir eigentlich auch so, dass du viele der Sachen, die mit Finn nicht mehr so einfach zu machen sind (Abends weg gehen, etc.) auch gar nicht so sehr vermisst, wie du vorher gedacht hast?!
    Ich fand die Vorstellung noch in der Schwangerschaft echt grausam, nicht mehr ohne weiteres mit Freunden zum Basketball und in Bistros etc. gehen zu können oder mit Schatz ins Kino usw. (Da waren wir ja wirklich oft). Im nachhinein ist das nicht mal annähernd so schlimm wie erwartet… Gott sei Dank! 😉
    Ich wünsche euch ein mindestens so tolles Jahr 2013, wie das vergangene Jahr für euch war!
    Nina

  2. Bea

    Also ich vermiss das eigentlich auch kaum. Man hat sich so schnell daran gewöhnt, einfach die komplette Planung auf den Zwerg auszurichten. Da wir im Freundeskreis die einzigen mit Kind sind, ist das manchmal ein kleines bißchen kompliziert, aber die machen das auch super mit!

  3. Sabrina und Babykeks

    Hi,
    das ist ein wirklich schön geschriebener Rückblick. Es hat mich an die erste Zeit mit meinem Sohn erinnert und mich ein paar Mal Schmunzeln lassen 😉
    Das man alles auf sein Kind ausrichtet wird sich auch nach 3 Jahren nicht ändern, aber ich habe das sehr zu lieben gelernt…
    Alles Gute dir und deiner Familie!
    Herzliche Grüße
    Sabrina

  4. Belouni

    Das geht uns ja genauso. Wir sind ja bisher auch die einzigen, die schon Nachwuchs haben, bis auf ein Pärchen noch. Aber das klappt eigentlich auch hier sehr gut. Oft kommen die dann halt hierher und Louisa verschwindet irgendwann im Bett und dann ist gut 🙂

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